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Kryptosteuern Kanada und Québec 2026: Der komplette Guide

Von Captain Trading··29 Min.
Inhalt32 Abschnitte

Suchst du den Steuersatz für Krypto-Assets in Kanada, stößt du noch heute auf Artikel, die dir erklären, 66,67 % deiner Gewinne oberhalb von 250.000 $ flössen in dein steuerpflichtiges Einkommen. Das ist falsch. Diese Erhöhung wurde im Budget 2024 angekündigt, am 31. Januar 2025 verschoben und dann am 21. März 2025 schlicht und einfach gestrichen. Sie wurde nie Gesetz. Der auf deine Einkünfte 2026 anwendbare Einbeziehungssatz (taux d’inclusion) beträgt 50 %, ohne Schwelle, ohne zweite Stufe, ohne Ausnahme — und das sagt der Gesetzestext selbst.

Ist diese falsche Debatte vom Tisch, tritt die eigentliche kanadische Frage zutage, und sie ist weit heikler: Sind deine Gewinne ein Kapitalgewinn, von dem nur die Hälfte steuerpflichtig ist, oder ein Unternehmenseinkommen (revenu d’entreprise), das vollständig steuerpflichtig ist? Kanada entscheidet nicht anhand einer Zahlenschwelle. Es entscheidet anhand eines Bündels von Verwaltungsindizien — und eines dieser Indizien, schwarz auf weiß auf der Website der Agence du revenu du Canada (ARC, der kanadischen Steuerbehörde), ist die Finanzierung deiner Käufe mit Schulden. Mit anderen Worten: der Hebel. Wenn du Perpetuals handelst, entsprichst du genau dem Profil, auf das dieses Kriterium abzielt.

Was folgt, betrifft die Einkünfte 2026, die im Frühjahr 2027 erklärt werden, auf dem Stand vom 3. September 2026. Zwei Stufen: die Bundessteuer und die Provinzsteuer — wobei Québec eine eigene Steuererklärung hat. Jede Zahl stützt sich auf einen amtlichen Text, dessen Link angegeben ist; wo die Verwaltung nichts veröffentlicht hat, schreiben wir das, statt etwas zu erfinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einbeziehungssatz beträgt 2026 50 %. Die Erhöhung auf 66,67 % wurde gestrichen: weder doppelte Stufe noch Schwelle von 250.000 $.
  • Keine pauschale Krypto-Steuer: Die Hälfte des Gewinns kommt zu deinen anderen Einkünften hinzu und unterliegt dem progressiven Tarif.
  • Jeder Tausch Krypto gegen Krypto ist steuerpflichtig, Stablecoin eingeschlossen. Kanada gewährt keinen Aufschub: Es ist genau das Gegenteil von Frankreich.
  • Kapitalgewinn oder Unternehmenseinkommen: Die Umqualifizierung verdoppelt die Bemessungsgrundlage, von 50 % auf 100 %.
  • Der Hebel ist eines der sechs offiziellen Kriterien der Umqualifizierung — „Financing“, sagt die ARC.
  • Das Wahlrecht („Election“), das die Behandlung als Kapitalgewinn absichert, steht dir nicht offen: Ein Krypto-Asset ist kein kanadisches Wertpapier.
  • Die bereinigten Anschaffungskosten (prix de base rajusté, PBR) werden nach dem Durchschnittskostenverfahren berechnet: weder FIFO noch LIFO noch spezifische Identifikation.
  • Das Formular T1135 wird ab 100.000 $ Anschaffungskosten fällig, und seine tatsächlichen Sanktionen übersteigen die überall genannten 2.500 $ bei weitem.
  • Die Ankunft in Kanada setzt deine Anschaffungskosten auf den Tageswert fest: Der frühere Wertzuwachs entgeht der kanadischen Steuer.
  • Die Plattformen melden 2026 nichts automatisch: Der Melderahmen ist auf den 1. Januar 2027 verschoben.
  • Der Québecer Tarif 2026 beginnt bei 54.345 $ und nicht bei 53.255 $: Fast das ganze Web zeigt noch die Schwellen von 2025.

Nein, der Einbeziehungssatz ist nicht auf 66,67 % gestiegen

Das Gerücht hat einen legitimen Ursprung, und genau das macht es hartnäckig. Das Bundesbudget vom 16. April 2024 schlug tatsächlich vor, den Einbeziehungssatz für den Teil der Gewinne, der bei Privatpersonen 250.000 $ pro Jahr übersteigt, von der Hälfte auf zwei Drittel anzuheben. Tausende Artikel wurden auf dieser Grundlage geschrieben. Dann hat das Finanzministerium am 31. Januar 2025 das Inkrafttreten verschoben, auf den 1. Januar 2026. Und am 21. März 2025 hat die Regierung die Maßnahme gestrichen. Inzwischen hat niemand seine Artikel überarbeitet.

Die Überprüfung passt in eine Zeile geltenden Rechts. Artikel 38 des Einkommensteuergesetzes (Loi de l’impôt sur le revenu, LIR), in seiner konsolidierten Fassung vom 21. Juni 2026, bestimmt weiterhin, dass der steuerpflichtige Kapitalgewinn „½ of the taxpayer’s capital gain for the year“ beträgt. Die Hälfte, und nirgends in diesem Artikel eine Schwelle. Das Formular bestätigt es: Der Anhang 3 (Annexe 3) des Jahrgangs 2025, des letzten veröffentlichten, druckt in seinem Teil 5 den Vermerk „Inclusion rate × 50 %“. Einziger Überlebender der Reform: die erhöhte Obergrenze der kumulativen Befreiung für Kapitalgewinne, am 25. Juni 2024 auf 1.250.000 $ angehoben und in diesem Jahr erstmals indexiert, auf 1.275.000 $ im Jahr 2026 — ohne die geringste Wirkung auf Krypto-Assets, die weder qualifizierte Kleinunternehmensaktien noch land- oder fischereiwirtschaftliche Güter sind.

Zwei Stufen, eine einzige Bemessungsgrundlage

Kanada hat weder eine Vermögensteuer noch eine Erbschaftsteuer noch ein eigenes Pauschalregime für Krypto-Assets. Alles läuft über die allgemeine Einkommensteuer, auf zwei Ebenen: Bund und Provinz. Ein Einwohner von Québec reicht zwei getrennte Erklärungen ein — die T1 des Bundes und die TP-1 von Québec —, ohne deshalb doppelt besteuert zu werden: Die beiden Verwaltungen teilen sich dieselbe Bemessungsgrundlage, und die rückerstattbare Québecer Steuerermäßigung („abattement“) senkt die Bundesgrundsteuer um 16,5 %, wie es die Fassung 5005-R der T1 ausweist.

Steuerpflichtiges Einkommen (Bund)Satz 2026
Bis 58.523 $14 %
Von 58.523 $ bis 117.045 $20,5 %
Von 117.045 $ bis 181.440 $26 %
Von 181.440 $ bis 258.482 $29 %
Über 258.482 $33 %

Quelle: Sätze und Stufen der ARC für 2026. Die erste Stufe ist von 15 % auf 14 % gesunken, was die Mindestbelastung eines Kapitalgewinns sehr leicht senkt — und symmetrisch den Wert der nicht rückerstattbaren Steuergutschriften, die zum niedrigsten Satz berechnet werden.

In Québec hat die zweite Stufe ihren eigenen Tarif, der jedes Jahr neu indexiert wird. Achtung: Die meisten Seiten, die einen „Québecer Tarif 2026“ anzeigen, schreiben in Wirklichkeit die Schwellen von 2025 ab (53.255 $, 106.495 $, 129.590 $). Die tatsächlichen Schwellen 2026, vom Finanzministerium von Québec veröffentlicht, sind diese.

Steuerpflichtiges Einkommen (Québec)Satz 2026
Bis 54.345 $14 %
Von 54.345 $ bis 108.680 $19 %
Von 108.680 $ bis 132.245 $24 %
Über 132.245 $25,75 %

Quelle der Schwellen: Finanzministerium von Québec, „Paramètres du régime d’imposition des particuliers pour l’année d’imposition 2026“ (Parameter des Besteuerungsregimes für Privatpersonen im Steuerjahr 2026; November 2025, Tabelle 3), das die Spalten 2025 und 2026 nebeneinander zeigt und die Mehrdeutigkeit beseitigt. Dieselbe Tabelle setzt den persönlichen Grundbetrag für 2026 auf 18.952 $ fest. Die Sätze dagegen werden nicht indexiert und stehen daher nicht in diesem Dokument: Man liest sie auf der Seite „Taux d’imposition“ von Revenu Québec ab. Der Mechanismus ändert sich nicht: Die Provinzsteuer kommt auf dieselbe Hälfte des Gewinns zur Bundessteuer hinzu, und die Ermäßigung von 16,5 % verhindert die Überschneidung.

Kapitalgewinn oder Unternehmenseinkommen: die eigentliche kanadische Frage

Hier entscheidet sich alles, und das ist es, was die meisten Steuerratgeber nur streifen. Der zentrale Mechanismus der kanadischen Behandlung ist nicht eine exotische Einstufung von Krypto: Es ist das Tauschgeschäft („opération de troc“). Jede mit Krypto-Assets getätigte Transaktion wird wie ein Tauschgeschäft behandelt, und jede Veräußerung — Verkauf gegen Dollar, Tausch gegen einen anderen Token, Bezahlung eines Guts oder einer Dienstleistung, Schenkung — ist ein steuerpflichtiges Ereignis, das zum Marktwert („juste valeur marchande“) in kanadischen Dollar bewertet wird. Bleibt die Frage, in welche Kategorie das Ergebnis fällt.

Die ARC veröffentlicht sechs Anzeichen, die auf den Betrieb eines Unternehmens hindeuten können. Hier sind sie im Wortlaut, ohne sie zu kürzen.

Kriterium der ARCOffizieller Text
Häufigkeit der Transaktionen„You have a history of extensive buying and selling of crypto-assets“
Haltedauer„You hold your crypto-assets for a short period of time, and you turn them over quickly“
Marktkenntnis„You have knowledge of, or experience in, crypto-asset markets“
Aufgewendete Zeit„You spend a substantial part of your time studying crypto-asset markets“
Finanzierung„You finance your crypto-asset purchases by some form of debt“
Werbung„You advertise that you are willing to buy crypto-assets“

Drei Präzisierungen verändern die Lesart dieser Tabelle. Kein Kriterium ist für sich allein ausschlaggebend, und es gibt keine Zahlenschwelle für die Anzahl der Transaktionen, weder im Gesetz noch in den Verwaltungsanweisungen. Eine einzelne Transaktion kann dennoch genügen: Ein Vorhaben mit Risiko oder ein Geschäft kommerzieller Art — nicht gewohnheitsmäßige Tätigkeiten, getrennt von deiner üblichen Tätigkeit und mit Gewinnabsicht ausgeübt — kippt für sich allein in Unternehmenseinkommen. Und die Folge ist mechanisch: Die Bemessungsgrundlage steigt von der Hälfte des Gewinns auf den gesamten Gewinn. Bei demselben Gewinn verdoppelt sich deine Steuer.

Der Hebel ist buchstäblich ein Kriterium für die Umqualifizierung

Lies das fünfte Anzeichen noch einmal. „You finance your crypto-asset purchases by some form of debt“: seine Käufe durch eine Form von Schulden finanzieren. Das ist die Definition des Hebels selbst. Ein Trader, der Positionen in Terminkontrakten und Perpetuals eingeht, erfüllt nicht eines von sechs Kriterien: Er erfüllt in der Regel vier oder fünf. Hohe Häufigkeit, kurze Haltedauer mit schnellem Umschlag, Marktkenntnis, erhebliche Zeit für deren Studium — und die Finanzierung.

Das muss man ohne Umschweife sagen, weil es sonst niemand schreibt: Das Profil „Trading mit Hebel“ hat die größte Wahrscheinlichkeit, in Unternehmenseinkommen umqualifiziert zu werden, und es ist auch jenes, das kein Sicherheitsnetz hat. Das macht die Umqualifizierung nicht automatisch — sie bleibt eine Tatsachenwürdigung im Einzelfall, und ein Anleger, der im Jahr zwei gehebelte Positionen eingeht, ist kein Unternehmen. Es bedeutet, dass ein aktiver Trader nicht davon ausgehen kann, dass seine Gewinne Kapitalgewinne sind.

Die Überlegung funktioniert in beide Richtungen, und dabei muss man ehrlich bleiben. Ein Verlust aus Unternehmenseinkommen ist von deinen anderen Einkünften abziehbar, Gehalt eingeschlossen, während ein Kapitalverlust nur mit steuerpflichtigen Kapitalgewinnen verrechnet wird — mit einem Rücktrag von drei Jahren und einem unbegrenzten Vortrag, aber nie mit deinem Gehalt. Für jemanden, der jedes zweite Jahr Verluste macht, ist die Frage keineswegs eindeutig. Beide Zweige haben ihren Preis, und der Steuerpflichtige wählt nicht: Die tatsächliche Art seiner Tätigkeit entscheidet, nicht seine Präferenz.

Und das Wahlrecht, das den Kapitalgewinn absichert, steht dir nicht offen

Wer kanadische Aktien hält, hat einen Ausweg: Absatz 39(4) des Gesetzes erlaubt ihm, durch eine mit seiner Erklärung eingereichte Wahlerklärung („Election“) alle seine Veräußerungen kanadischer Wertpapiere als Kapital gelten zu lassen. Ist das Wahlrecht einmal ausgeübt, verschwindet die Frage der Umqualifizierung.

Diese Tür ist für Krypto verschlossen, und der Grund liegt in einer abschließenden Definition. Absatz 39(6) definiert das kanadische Wertpapier als „a share of the capital stock of a corporation resident in Canada, a unit of a mutual fund trust or a bond, debenture, bill, note, mortgage, hypothecary claim or similar obligation issued by a person resident in Canada“. Eine Aktie, ein Anteil an einem Investmentfonds, ein von einem in Kanada Ansässigen ausgegebener Schuldtitel. Ein Krypto-Asset fällt in keine dieser drei Kategorien: Das Wahlrecht ist für Krypto-Assets nicht verfügbar. Der Bitcoin-Trader trägt also ein Einstufungsrisiko, das der Aktien-Trader mit einem Federstrich neutralisiert.

Der einzige Text, der von Spekulation mit Terminkontrakten spricht — und warum wir ihn nicht verwenden

Beginnen wir mit der nackten Feststellung: Die ARC hat keine Position zu Krypto-Derivaten veröffentlicht. Ihr Leitfaden für Nutzer von Krypto-Assets umfasst sechs Abschnitte — von den Grundpflichten über Mining- und Staking-Einkünfte bis zu Aufzeichnungen, Bewertung und TPS/TVH (Waren- und Dienstleistungssteuer bzw. harmonisierte Umsatzsteuer, GST/HST). Keiner behandelt Margin, Hebel, Terminkontrakte, Perpetual-Kontrakte oder Lending. Das ist keine Lücke, die ein Artikel durch Analogie füllen kann.

Es gibt dennoch einen kanadischen Verwaltungstext, der das steuerliche Schicksal eines Spekulanten mit Terminkontrakten behandelt: das Bulletin IT-346R, „Commodity Futures and Certain Commodities“. Sein Absatz 7 räumt ein, dass es für einen Spekulanten akzeptabel ist, alle seine Gewinne und Verluste aus Warenterminkontrakten auf dem Kapitalkonto auszuweisen, sofern er dabei von Jahr zu Jahr bleibt. Auf dem Papier ist das genau die Antwort, die ein Perpetual-Trader sucht.

Wir können das nicht schreiben, und hier ist genau der Grund. Vier Gründe, jeder für sich ausreichend: Das Bulletin ist archiviert und trägt das offizielle Banner, das anzeigt, dass es nicht mehr aktualisiert wird; sein Anwendungsbereich betrifft „commodity futures“ und reale Waren, für die ein Terminmarkt existiert, die ARC bezeichnet Krypto-Assets in ihrem geltenden Leitfaden aber nicht mehr als Ware, sondern als digitale Wertdarstellungen auf der Grundlage verteilter Register; ein Perpetual-Kontrakt hat keine Fälligkeit und funktioniert über periodische Finanzierungszahlungen, was kein Terminkontrakt im klassischen Sinn des Bulletins ist; und keine Seite der ARC verweist im Zusammenhang mit Krypto-Assets auf IT-346R. Die Verbindung ist vielleicht vor einem Steuerfachmann vertretbar. In einem Artikel ist sie es nicht.

Was wir dagegen sagen können, ist sicher und bereits folgenreich: Jedes Schließen einer Position ist eine eigene Veräußerung, und eine erzwungene Liquidation entgeht dem nicht. Sie ist erzwungen und nicht gewollt, bleibt aber eine Veräußerung, die zum Zeitpunkt ihres Eintretens in kanadischen Dollar zu bewerten ist. Ein in Kaskade liquidiertes Konto erzeugt so viele steuerpflichtige Ereignisse wie Schließungen — ein Grund mehr, das Risikomanagement ebenso als steuerliches wie als technisches Thema zu behandeln.

Drei Fragen bleiben offen, und wir werden sie nicht entscheiden: die Behandlung der Finanzierungsgebühren der Perpetuals, ob abzugsfähige Ausgabe, Bestandteil der Anschaffungskosten oder Einkommen, wenn sie vereinnahmt werden; der Abzug von Margin-Zinsen, der voraussetzt, dass das Darlehen der Erzielung von Einkommen dient, eine auf dem Kapitalkonto zweifelhafte Bedingung; und die Regeln gegen die Umwandlung der Einkunftsart, die „derivative forward agreements“ des Buchstabens 12(1)z.7 und die „synthetic disposition arrangements“ des Artikels 80.6, die Konstruktionen erfassen, die Einkommen in Kapitalgewinn verwandeln. Diese Texte werden hier genannt, damit du sie deinem Berater gegenüber zitieren kannst. Wenn du über eine Prop Firm handelst, stellt sich die Frage noch einmal anders, da die Vergütung in der Regel kein Marktgewinn ist.

Jeder Tausch ist ein Verkauf, auch ohne einen vereinnahmten Dollar

Das ist der teuerste und am wenigsten bekannte Punkt, und er ist das genaue Gegenteil der französischen Regel. Die Krypto-Besteuerung in Frankreich gewährt Tauschgeschäften ohne Ausgleichszahlung („soulte“) einen Steueraufschub: Der Wechsel von BTC zu ETH löst dort keine Steuer aus. Kanada gewährt nichts dergleichen. Die ARC ordnet ausdrücklich den Tausch eines Krypto-Assets „for government-issued currency or another type of crypto-asset“ den Veräußerungen zu. Ein Swap ist ein Tauschgeschäft: Es wird unterstellt, dass du deinen BTC zum Marktwert in kanadischen Dollar verkauft hast, und die Steuer ist sofort fällig, obwohl kein Dollar auf dein Bankkonto gelangt ist.

Stablecoins schützen vor nichts. Die ARC ordnet sie den Krypto-Assets zu — Token, „designed specifically to provide stability within the crypto-asset ecosystem“, durch die Deckung mit einer Ware, einer staatlichen Währung oder einem Algorithmus — und Revenu Québec nennt sie in seiner eigenen Nomenklatur ausdrücklich. Mit einem Wechsel in USDT aus einer Position auszusteigen, um sich gegen einen Rückgang zu schützen, hat bereits die Steuer ausgelöst. Der verbreitetste Reflex aktiver Trader ist auch der, der die meiste unsichtbare Steuerschuld schafft: Ein sehr swap-aktives Portfolio kann eine Steuer schulden, für die ihm die Liquidität fehlt, denn der Tageswert des Tauschs bleibt geschuldet, auch wenn der erhaltene Token seither geschmolzen ist.

Umgekehrt sind zwei Vorgänge keine Veräußerungen: mit Dollar zu kaufen und Token zwischen zwei Wallets zu übertragen, die dir gehören. Deinen Stack in ein selbst verwaltetes Wallet zu verschieben, löst nichts aus — ohne dich davon zu entbinden, den Vorgang zu dokumentieren.

Die Berechnung: Durchschnittskosten, nie FIFO

Dein Gewinn ist der Veräußerungserlös in kanadischen Dollar, abzüglich der bereinigten Anschaffungskosten, abzüglich der Ausgaben, die zur Durchführung der Veräußerung angefallen sind. Die bereinigten Anschaffungskosten umfassen den gezahlten Preis und die Kosten des Erwerbs, Provisionen und Netzwerkgebühren eingeschlossen.

Die Methode ist nicht verhandelbar. Für identische Einheiten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Preisen erworben wurden, schreibt die Regel der identischen Güter die Durchschnittskosten vor: Der Leitfaden T4037 zu den Kapitalgewinnen verlangt, bei jedem Kauf die durchschnittlichen Kosten jedes Guts der Gruppe zu berechnen. Weder First-in-first-out noch spezifische Identifikation. Eine ausländische Software, die auf FIFO eingestellt ist — die Standardeinstellung vieler US-Tools —, liefert eine falsche Zahl.

Julie, in Kanada ansässig

Julie hat ihre Position in drei Schritten aufgebaut: 0,5 BTC für 15.000 $ im Jahr 2023, 0,3 BTC für 18.000 $ im Jahr 2024, 0,2 BTC für 14.000 $ im Jahr 2025. Zusammen 1 BTC mit bereinigten Gesamtanschaffungskosten von 47.000 $. Im März 2026 tauscht sie 0,4 BTC gegen ETH, wobei ein Bitcoin zu diesem Zeitpunkt 150.000 $ wert ist, bei 150 $ Kosten. Sie vereinnahmt keinen einzigen Dollar.

SchrittRechnungBetrag
Veräußerungserlös0,4 × 150.000 $60.000 $
Anteilige bereinigte Anschaffungskosten0,4 × 47.000 $18.800 $
VeräußerungskostenPlattformgebühren150 $
Kapitalgewinn60.000 − 18.800 − 15041.050 $
Steuerpflichtiger Kapitalgewinn41.050 × 50 %20.525 $

Zwei Nebeneffekte: Die Anschaffungskosten des erhaltenen ETH betragen 60.000 $, sein Wert zum Zeitpunkt des Tauschs; und Julie bleiben 0,6 BTC mit verbleibenden Anschaffungskosten von 28.200 $. Diesen Zähler aktuell zu halten ist das Einzige, was ihre künftige Steuer senken wird.

Der Unterschied zu einem falsch eingestellten Tool. Nach FIFO würden die 0,4 BTC aus dem Los von 2023 entnommen, das zu 30.000 $ je Einheit erworben wurde: Kosten von 12.000 $ statt 18.800 $, also ein Gewinn von 47.850 $ und ein steuerpflichtiger Gewinn von 23.925 $. Dreitausendvierhundert Dollar zu viel steuerpflichtiges Einkommen bei einer einzigen Transaktion.

Kommen wir zur Steuer. Hat Julie außerdem 70.000 $ steuerpflichtiges Einkommen, kommen die 20.525 $ hinzu und bleiben in der zweiten Bundesstufe, bei 20,5 %: gerundet 4.208 $ Bundessteuer, plus die Steuer ihrer Provinz auf dieselbe Hälfte des Gewinns. Lebt Julie in Québec, bleiben diese 20.525 $ auch in der zweiten Provinzstufe, bei 19 %: 3.900 $ mehr — wobei ihre Bundessteuer zudem um die Ermäßigung von 16,5 % sinkt. Zwei methodische Warnungen: Ein größerer Gewinn hätte mehrere Stufen durchquert, und einen einzigen Grenzsteuersatz auf den gesamten Gewinn anzuwenden, ergibt ein falsches Ergebnis; und würde Julies Tätigkeit als Geschäftstätigkeit umqualifiziert, gingen nicht 20.525 $, sondern 41.050 $ in ihr Einkommen ein.

Transaktion für Transaktion

TransaktionSteuerpflichtig?Regime und worauf du achten musst
Verkauf gegen DollarJaKapitalgewinn oder Unternehmenseinkommen, je nach Einstufung.
Tausch Krypto gegen Krypto, Stablecoin eingeschlossenJaTauschgeschäft: Veräußerung zum Marktwert. Kein Aufschub.
Perpetuals, Futures, gehebelte PositionenJa, bei jeder SchließungRegime nicht geklärt. Der Hebel ist ein Kriterium der Umqualifizierung.
Erzwungene LiquidationJaErzwungen, aber eine Veräußerung, die zum Zeitpunkt ihres Eintretens zu bewerten ist.
Ein Gut oder eine Dienstleistung in Krypto bezahlenJaTauschgeschäft: Veräußerung, zuzüglich der Verkaufssteuern auf das erworbene Gut.
In Krypto bezahlt werdenJaEinkommen zu 100 % bei Erhalt, dann Kapitalgewinn beim Weiterverkauf.
MiningJaIn den meisten Fällen Unternehmenseinkommen, ab dem Erhalt.
Staking auf zentralisierter PlattformJaEinkommen bei Gutschrift der Belohnungen, nicht beim Weiterverkauf.
Lending und DeFi-ErträgeJaEinkommen aus Vermögen oder Unternehmen, zu 100 % steuerpflichtig.
Airdrop und Hard ForkNicht geklärtKeine Verwaltungsposition zum Erhalt. Der Weiterverkauf ist dagegen steuerpflichtig.
Verkauf eines NFTJaDasselbe Regime, aber eine steuerpflichtige Lieferung für die Verkaufssteuern.
Spende an eine eingetragene OrganisationJaAls Veräußerung fingiert: Der Einbeziehungssatz von null gilt nicht für Krypto.
Schenkung an den Ehe- oder LebenspartnerAufgeschobenÜbertragung zu den Anschaffungskosten („roulement“), aber der Gewinn wird beim Weiterverkauf dem Schenkenden zugerechnet.
Diebstahl, Hack, verlorene SchlüsselNicht geklärtKeine Seite der ARC. Ohne Beratung nichts abziehen.

Die drei Fälle, die konkurrierende Ratgeber vergessen

In Krypto bezahlt werden. Ein Freelancer, ein Creator oder ein in Token entlohnter Angestellter unterliegt auf demselben Token zwei aufeinanderfolgenden Besteuerungen, ohne dass derselbe Betrag doppelt besteuert wird: ein zu 100 % steuerpflichtiges Einkommen bei Erhalt, dann ein Kapitalgewinn oder -verlust auf die spätere Wertentwicklung, wobei die Anschaffungskosten dem bereits im Einkommen enthaltenen Wert entsprechen. Offener Punkt: Die Behandlung der Quellenabzüge und des Formulars T4 (Lohnbescheinigung) bei einer in Krypto-Assets gezahlten Arbeitsvergütung wird von keiner ARC-Seite behandelt, die wir überprüfen konnten.

Das Staking („jalonnement“). Die Position der ARC ist ausdrücklich: Die auf einer zentralisierten Plattform erhaltenen Staking-Belohnungen sind Einkommen „at the time the rewards are credited to the taxpayer’s wallet on the platform“. Also bei der Gutschrift im Wallet, nicht beim Weiterverkauf — was voraussetzt, sie bei jeder Gutschrift in kanadischen Dollar zu bewerten, mitunter täglich. Diese Position betrifft nur das Staking auf einer zentralisierten Plattform: Non-Custodial-Staking und Liquid Staking werden nirgends behandelt. Dieselbe Logik des Einkommens bei Erhalt gilt für Yield Farming und Lending, mit einer großen Grauzone: Niemand hat geschrieben, ob die Einzahlung von Token in ein Protokoll — Eigentumsübergang an den Vertrag, Erhalt eines Quittungs-Tokens — für sich genommen eine steuerpflichtige Veräußerung darstellt.

Nicht fungible Token. Ein NFT folgt bei der Einkommensteuer denselben Regeln, mit einem entscheidenden Unterschied bei den Verkaufssteuern: Es ist in der Regel kein virtuelles Zahlungsmittel, sein Verkauf ist daher nicht befreit. Vorsicht auch vor der trügerischen Regel für Gegenstände des persönlichen Gebrauchs, die die Anschaffungskosten und den Erlös auf mindestens 1.000 $ festsetzt: Sie wirkt günstig, ist es aber nicht. Der Verlust ist dort null — der Leitfaden T4037 schreibt es unumwunden, und der Anhang 3 sieht nur eine Gewinnspalte vor, keine Verlustspalte. Auf einem Markt, auf dem die überwältigende Mehrheit der Halter im Minus ist, ist das die entscheidende Information.

Scheinbarer Verlust, vortragbare Verluste: die Regeln für Kapitalgewinne

Gegen Jahresende mit Verlust zu verkaufen, um den Verlust zu realisieren, ist legitim. Sofort zurückzukaufen ist es nicht. Artikel 54 des Gesetzes definiert den scheinbaren Verlust (perte apparente, „superficial loss“): Kaufst du oder eine nahestehende Person innerhalb der 30 Tage vor oder nach dem Verkauf ein identisches Gut zurück und hältst es am Ende dieses Zeitraums noch, wird der Verlust nicht anerkannt. Ein Fenster von insgesamt 61 Tagen. Er geht dadurch nicht verloren — er wird den Anschaffungskosten des zurückgekauften Guts hinzugerechnet —, mindert aber nicht deine Steuer des laufenden Jahres.

Die Kehrseite, über die fast niemand schreibt: Diese Regel ist an Kapitalgüter (Anlagevermögen) geknüpft. Sie erfasst nicht den als Unternehmenseinkommen besteuerten Steuerpflichtigen, dessen Krypto-Assets Warenbestände sind. Ein umqualifizierter Trader unterliegt daher weder dem Fenster von 61 Tagen noch der Berechnung der Anschaffungskosten nach Durchschnittskosten. Die Umqualifizierung hat nicht nur Nachteile: Sie ändert das gesamte Regelwerk, in beide Richtungen.

Die Steuervorauszahlungen, die Falle am Tag nach dem Gewinn

Auf deine Krypto-Gewinne wird keine Steuer an der Quelle einbehalten: Du zahlst mit deiner Erklärung, im Folgejahr. Sobald aber deine zu zahlende Nettosteuer für das laufende Jahr und für eines der beiden Vorjahre eine bestimmte Schwelle überschreitet, fällst du unter die Steuervorauszahlungen (acomptes provisionnels) und musst die Steuer im Voraus entrichten.

Absatz 156.1(1) des Gesetzes legt diese Schwelle schwarz auf weiß fest: „in the case of an individual resident in the Province of Quebec at the end of the year, $1,800, and in any other case, $3,000“. Ein Einwohner von Québec wird also früher vorauszahlungspflichtig als anderswo in Kanada. Konkret kann ein großer Gewinn, der 2026 realisiert wurde, die Vorauszahlungen 2027 verpflichtend machen, auf ein Einkommen, das du vielleicht nie ein zweites Mal erzielst; andernfalls fallen Zinsen auf Vorauszahlungen an. Der Reflex hat nichts Steuerliches: Wenn du etwas einnimmst, leg das Geld beiseite, und rechne damit, dass man einen Teil davon vor der normalen Fälligkeit von dir verlangt.

T1135: das Formular, das man vergisst, und seine tatsächlichen Sanktionen

Das Formular T1135 muss jeder Ansässige einreichen, dessen bestimmte ausländische Vermögenswerte („biens étrangers déterminés“) zu irgendeinem Zeitpunkt des Jahres Gesamtanschaffungskosten von über 100.000 $ haben. Drei Fallen in diesem Satz.

  • Die Schwelle bezieht sich auf die Kosten, nicht auf den Marktwert. Ein Portfolio, das für 80.000 $ gekauft wurde und 400.000 $ wert ist, bleibt unter der Schwelle.
  • Es genügt, sie zu einem Zeitpunkt des Jahres zu überschreiten: Liegst du am 31. Dezember wieder darunter, entfällt die Pflicht nicht.
  • Die vereinfachte Methode gilt von 100.000 $ bis 250.000 $; darüber wird die ausführliche Methode verpflichtend.

Erkläre auch nicht zu viel: Laut ARC sind Krypto-Assets, die über eine in Kanada regulierte Plattform gehalten werden, in der Regel keine im Ausland gehaltenen Vermögenswerte. Der Fall der Selbstverwahrung bleibt umstritten, und wir werden ihn hier nicht entscheiden.

Jetzt die Sanktionen. Fast alle französischsprachigen Inhalte hören bei 2.500 $ auf. Das ist die Obergrenze der einzigen gewöhnlichen Strafe: Artikel 162 des Gesetzes sieht in seinem Absatz (7) vor: „the greater of $100 and the product obtained when $25 is multiplied by the number of days, not exceeding 100“.

BestimmungAuslöserGrößenordnung
Abs. 162(7)Gewöhnliches Versäumnis25 $ pro Tag, Obergrenze 2.500 $
Abs. 162(10)Wissentlich oder grob fahrlässig begangenes VersäumnisFormel mit 500 $ pro Monat, bis zu 24 Monaten — und nach Aufforderung verdoppelt
Abs. 162(10.1)Versäumnis von mehr als 24 Monaten5 % der Kosten deiner bestimmten ausländischen Vermögenswerte, abzüglich der bereits angewandten Strafen

Bei einem Portfolio, dessen Kosten 500.000 $ erreichen, das bei einer ausländischen Plattform liegt und länger als zwei Jahre vergessen wurde, bringt die Bemessungsgrundlage von 5 % aus Absatz (10.1) die Sanktion auf 25.000 $ — das Zehnfache der überall genannten Obergrenze. Und die Frist für eine Neufestsetzung (nouvelle cotisation) verlängert sich um drei Jahre, wenn ausländisches Einkommen nicht erklärt wurde und das T1135 fehlt oder unrichtig ist.

Nach Kanada ziehen, Kanada verlassen

Bei der Ankunft. Das ist wahrscheinlich die rentabelste Information dieses Artikels, und sie fehlt in fast der gesamten französischsprachigen Literatur. Buchstabe 128.1(1)c) des Gesetzes lässt den neuen Ansässigen als jemanden gelten, der seine Güter „at a cost equal to the proceeds of disposition of the property“ erworben hat, das heißt zu ihrem Marktwert zu dem Zeitpunkt, an dem er in Kanada ansässig wird. Ein Einwanderer, der mit einem für 5.000 $ gekauften und 300.000 $ werten Stack ankommt, startet mit bereinigten Anschaffungskosten von 300.000 $: Der gesamte frühere Wertzuwachs entgeht der kanadischen Steuer. Du musst allerdings den Wert dieses Tages belegen können — ein datierter Screenshot, ein Auszug, ein Export. Dreißig Minuten Arbeit im Monat der Ankunft gegen Zehntausende von Dollar.

Beim Wegzug. Die Auswanderung löst umgekehrt eine fiktive Veräußerung der meisten Güter zu ihrem Marktwert aus, Krypto-Assets eingeschlossen: Du wirst auf einen Gewinn besteuert, den du nicht vereinnahmt hast. Drei getrennte Formulare, die man nicht verwechseln darf: Das T1161 ist nur eine Liste von Gütern, verlangt, wenn der Gesamtwert dessen, was du beim Verlassen Kanadas besaßest, 25.000 $ überstieg; die fiktive Veräußerung wird auf dem T1243 erklärt; und das T1244 erlaubt es, die Zahlung dieser Wegzugssteuer zu stunden. Diese Stundung geht in der Praxis mit einer Sicherheit und einer Wahlfrist einher, die wir nicht beziffern, weil wir sie nicht in einer amtlichen Quelle lesen konnten: Der Referenzleitfaden ist das T4056 für Auswanderer. Achtung schließlich vor einer falschen Parallele zwischen den Schwellen: 25.000 $ Wert für das T1161, 100.000 $ Kosten für das T1135 — weder dieselbe Größe noch dasselbe Ereignis.

Die Ausnahme der 60 Monate. Buchstabe 128.1(4)b) nimmt die bereits am letzten Ankunftsdatum gehaltenen Güter von der fiktiven Veräußerung aus, für Personen, die in dem 120-Monats-Zeitraum, der bei ihrem Wegzug endet, nicht länger als 60 Monate in Kanada ansässig waren. Ein Expat auf der Durchreise entgeht daher der Wegzugssteuer auf die Krypto, die er schon bei der Ankunft hatte.

Québec: eine zweite Erklärung und ein eigenes Formular

Québec ist die einzige Provinz, die ihre eigene Einkommensteuererklärung für Privatpersonen verwaltet, die TP-1. Alles bisher Gesagte bleibt richtig — der Einbeziehungssatz von 50 %, die Einstufung als Kapital oder Unternehmen, die Durchschnittskosten, der scheinbare Verlust —, aber ein Einwohner von Québec reicht zwei Erklärungen ein, mit zwei Reihen von Steuergutschriften und zwei Tarifen.

Québec fügt vor allem eine Pflicht hinzu, die es sonst nirgends in Kanada gibt: ein vorgeschriebenes Formular speziell für Krypto-Assets, das TP-21.4.39, verknüpft mit Zeile 24 der TP-1, überschrieben „Cryptoactifs“. Seine Besonderheit — und das, was man sich merken sollte, auch wenn man sich sonst nichts merkt — ist, dass es nicht nur beim Verkauf ausgelöst wird: Schon der Besitz von Krypto-Assets begründet die Pflicht. Ein Jahr ohne die geringste Transaktion bleibt ein Jahr, das zu erklären ist.

Und hier endet, was wir schreiben können. Die Server von Revenu Québec verweigern den automatisierten Abruf, und wir konnten dieses Formular zum Zeitpunkt des Schreibens nicht in der Primärquelle öffnen. Wir werden daher weder die Einzelheiten seiner Teile noch seine Zeilennummern noch die Höhe seiner Strafen veröffentlichen. Lies sie direkt nach: Das Formular und seine Anleitung stehen auf der Seite TP-21.4.39 von Revenu Québec. Es ist die Art von Dokument, die man in zehn Minuten liest und die eine Strafe erspart.

Québec wendet zudem seine eigene alternative Mindeststeuer („impôt minimum de remplacement“) an, getrennt von der des Bundes und mit eigenem Freibetrag: Dieselbe Tabelle des Finanzministeriums setzt ihn für 2026 auf 183.680 $ fest, gegenüber 179.990 $ im Jahr 2025. Er liegt damit leicht über dem Freibetrag des Bundes von 181.440 $ — zwei parallele Berechnungen, zwei Schwellen, die man nicht verwechseln darf. Den Satz beziffern wir dagegen nicht, er steht nicht in diesem Dokument. Bleiben schließlich, für einen als Unternehmenseinkommen besteuerten Selbstständigen, die Beiträge zum Régime de rentes du Québec (Rentenversicherung von Québec) und die Eintragung in die Register der TPS und der TVQ (der Verkaufssteuer von Québec) oberhalb eines bestimmten Volumens steuerpflichtiger Lieferungen.

Die alternative Mindeststeuer, die Falle der großen Gewinne

Das ist ein Regime, das fast kein Krypto-Inhalt erwähnt, obwohl es genau das Profil des Lesers trifft, der einen außergewöhnlichen Gewinn realisiert: Die alternative Mindeststeuer des Bundes ist eine Parallelberechnung, und du zahlst das höhere der beiden Ergebnisse. In dieser Berechnung wird der Bruchteil aus Artikel 38 mit 1/1 und nicht mit ½ gelesen: Der gesamte Kapitalgewinn geht in das bereinigte steuerpflichtige Einkommen ein. Der Satz beträgt 20,5 % nach Artikel 127.51, auf den Teil des bereinigten steuerpflichtigen Einkommens, der einen Freibetrag von 181.440 $ im Jahr 2026 übersteigt, und die meisten Abzüge und nicht rückerstattbaren Gutschriften werden nur zur Hälfte berücksichtigt. Ein bedeutender Krypto-Gewinn kann diese Steuer also auslösen, obwohl die gewöhnliche Berechnung bescheiden erschien. Es ist keine verlorene Steuer — der Überschuss lässt sich über die sieben Folgejahre zurückholen, da Artikel 120.2 es erlaubt, das in den „7 taxation years immediately preceding“ gezahlte Minimum auf jenes Jahr anzurechnen, in dem die gewöhnliche Berechnung wieder die höhere wird —, aber es ist gebundene Liquidität in dem Jahr, in dem du am wenigsten darauf verzichten willst.

Im Vergleich zu den anderen französischsprachigen Ländern

LandBehandlung des privaten GewinnsTausch Krypto gegen Krypto
Kanada50 % des Gewinns zum progressiven Tarif, ab dem ersten DollarSteuerpflichtig: Tauschgeschäft
FrankreichPauschalsteuer von 31,4 % oberhalb von 305 € an VeräußerungenSteueraufschub ohne Ausgleichszahlung
Luxemburg0 % nach mehr als sechs Monaten Haltedauer, davor TarifJe nach Haltedauer
SchweizPrivater Kapitalgewinn nicht steuerbar, aber VermögensteuerOhne Wirkung bei privater Vermögensverwaltung

Der aussagekräftigste Kontrast für einen Trader ist nicht der Satz, sondern der Steuertatbestand: Ein Franzose kann sein Portfolio das ganze Jahr zwischen Token umschichten, ohne einen Euro zu schulden, während Kanada jede Transaktion besteuert. Siehe den vollständigen Vergleich der fünf Länder — und für einen belgischen Leser Belgien, das zum 1. Januar 2026 zu einem ganz anderen Regime gewechselt ist.

2027, das Jahr, in dem die Plattformen sprechen werden

In Blogs kursiert die Idee, die Plattformen würden der ARC bereits seit dem 1. Januar 2026 automatisch melden. Das ist unzutreffend. Der Melderahmen für Krypto-Assets der OECD (Cadre de déclaration des crypto-actifs, CARF) sollte zu diesem Datum gelten, doch seine Anwendung wurde auf den 1. Januar 2027 verschoben: Das Verzeichnis der Teile des am 21. Juni 2026 konsolidierten Gesetzes endet bei Teil XX, und der Teil XXI, der ihn tragen soll, existiert noch nicht. Das ändert nichts an deiner Pflicht, deine Transaktionen 2026 zu erklären: nur den Zeitplan der automatischen Aufdeckung. Die Überlegung „die sehen doch nichts“ hat ein Verfallsdatum, und es rückt näher.

Ein Detail verdient für eine Leserschaft von Tradern Beachtung. Die am 15. August 2025 veröffentlichten Gesetzgebungsvorschläge erweitern den Begriff des Finanzvermögenswerts auf „any interest (including a futures or forward contract or option) in a security, relevant crypto-asset, partnership interest, commodity, swap“. Mit anderen Worten: Derivate auf Krypto-Assets fallen ausdrücklich in den Anwendungsbereich des künftigen Melderahmens, obwohl ihre Besteuerung nirgends geschrieben steht. Die Information wird bei der Verwaltung ankommen, bevor die Regel da ist. Ein Grund mehr, zu dokumentieren und seine Position vor 2027 festzulegen.

Für alle, die im Rückstand sind — und angesichts der fast allgemeinen Unkenntnis über die Steuerpflicht von Swaps ist das der häufigste Fall —, gibt es zwei Regularisierungsmöglichkeiten: das Programm der freiwilligen Offenlegung (Programme des divulgations volontaires) auf Bundesebene und die freiwillige Offenlegung von Revenu Québec. Ihre tragende Bedingung ist dieselbe: Der Schritt muss spontan erfolgen, also vor jeder Maßnahme der Verwaltung. Das Inkrafttreten des Melderahmens schließt dieses Fenster zwangsläufig wieder.

Deine Aufzeichnungen: sechs Jahre, und nicht verhandelbar

Kanada verlangt, dass Aufzeichnungen sechs Jahre nach dem letzten Jahr aufbewahrt werden, auf das sie sich beziehen: zu jeder Transaktion die Anzahl der Einheiten und die Art des Tokens, Datum und Uhrzeit, den Wert in kanadischen Dollar, die Art der Transaktion und die Identität der Gegenpartei, die Wallet-Adressen sowie die Anfangs- und Schlusssalden. Zur Bewertung verlangt die ARC eine vernünftige und vor allem gleichbleibende Methode — einen Kurs bei deinem eigenen Broker oder einen Durchschnitt mehrerer Plattformen mit hohem Volumen, mit Nachweis der Berechnung. Wähle, dokumentiere und wechsle nicht mehr.

Das eigentliche Risiko ist nicht die Prüfung: Es ist die Schließung einer Plattform, ein entzogener Zugang, ein verlorener Export. Ohne Historie sind deine Anschaffungskosten nicht nachweisbar, und die Verwaltung kann sie als null ansehen — in diesem Fall wird der gesamte Erlös steuerpflichtig. Ein sauber geführtes Trading-Tagebuch, exportiert und anderswo als auf der Plattform gesichert, ist mehr wert als drei Wochenenden Rekonstruktionsarbeit — und ein guter Teil der Arbeit besteht schlicht darin, gefälschte Token und Fälschungen zu erkennen, bevor sie deine Historie verunreinigen.

Was die ARC nie geschrieben hat

Ein ehrlicher Artikel sagt auch, wo sein Wissen endet. Stand 3. September 2026 hat die Agence du revenu du Canada zu den folgenden Punkten keine Position veröffentlicht.

  • Das Regime der Krypto-Derivate, die Anwendung des archivierten Bulletins IT-346R auf diese Kontrakte, die Finanzierungsgebühren der Perpetuals und der Abzug von Margin-Zinsen.
  • Die Anwendung der Regeln zu den „derivative forward agreements“ und den „synthetic disposition arrangements“ auf Krypto-Derivate.
  • Die Behandlung von Airdrops und Hard Forks beim Erhalt und die Anschaffungskosten der erhaltenen Token — null oder ihr Tageswert? Der Unterschied ändert den ganzen Betrag.
  • Die Abzugsfähigkeit eines Verlusts durch Hack, Diebstahl, Betrug, verlorene Schlüssel oder Insolvenz einer Plattform. Gehe nie davon aus, dass sie gegeben ist.
  • Ob die Einzahlung in ein Protokoll für Lending oder in einen Liquiditätspool eine Veräußerung ist, und die Behandlung des Impermanent Loss.
  • Das Non-Custodial-Staking und Liquid Staking, da die veröffentlichte Position nur zentralisierte Plattformen betrifft.
  • Die Quellenabzüge und das Formular T4 bei einer in Krypto gezahlten Arbeitsvergütung.
  • Der Status der Stablecoins im Hinblick auf die Befreiung von Verkaufssteuern und jener der Selbstverwahrung im Hinblick auf das T1135.

Bei jedem dieser Punkte ist der Weg derselbe: Dokumentiere deine Methode, bleib von Jahr zu Jahr dabei und lass deine Position von einem Steuerfachmann oder durch eine Vorabentscheidung (décision anticipée) der ARC absichern. Ein letzter formaler Vorbehalt: Die überall genannten Zeilen- und Feldnummern, einschließlich der neuen Zeile des Anhangs 3, die den Krypto-Assets gewidmet ist, stammen aus den Formularen 2025. Jene von 2026 erscheinen erst im Januar 2027, und diese Nummerierung kann sich noch verschieben.

Der Simulator, für den Sprung zu den Zahlen

Der Simulator wendet den Einbeziehungssatz von 50 % an, dann den Bundestarif und, für einen Einwohner von Québec, die Ermäßigung von 16,5 % und den Provinztarif. Er zeigt zu jeder Zeile die angewandte Regel und hält bei Fällen inne, die kein Text klärt, statt einen Betrag zu erfinden. Alles wird in deinem Browser berechnet: Nichts wird übertragen oder gespeichert.

Häufig gestellte Fragen

Beträgt der Einbeziehungssatz 50 % oder 66,67 %?

50 %. Die Erhöhung auf 66,67 % oberhalb von 250.000 $ wurde im Budget 2024 vorgeschlagen, im Januar 2025 verschoben und am 21. März 2025 gestrichen. Sie wurde nie Gesetz: Artikel 38 des Gesetzes, konsolidiert am 21. Juni 2026, sagt weiterhin „½“, und das Formular druckt „Inclusion rate × 50 %“. Es gibt weder eine doppelte Stufe noch eine Schwelle von 250.000 $.

Ist der Tausch von Bitcoin gegen Ethereum steuerpflichtig?

Ja, sofort. Kanada behandelt jede Transaktion als Tauschgeschäft: Es wird unterstellt, dass du deinen Bitcoin zum Marktwert in kanadischen Dollar verkauft hast, auch wenn kein Dollar vereinnahmt wurde. Der Ausstieg in einen Stablecoin ändert nichts — ein Stablecoin ist ein Krypto-Asset. Das ist das Gegenteil des französischen Steueraufschubs.

Führt Trading mit Hebel dazu, dass meine Gewinne zu Unternehmenseinkommen werden?

Nicht automatisch, aber es ist buchstäblich eines der sechs von der ARC veröffentlichten Kriterien: „You finance your crypto-asset purchases by some form of debt“. Ein Trader mit Hebel erfüllt in der Regel auch die Häufigkeit der Transaktionen, die kurze Haltedauer, die Marktkenntnis und die aufgewendete Zeit. Die Einstufung bleibt eine Tatsachenwürdigung im Einzelfall; die Folge dagegen ist mechanisch: Die Bemessungsgrundlage steigt von 50 % auf 100 %.

Kann ich die Behandlung als Kapitalgewinn absichern wie bei Aktien?

Nein. Das Wahlrecht aus Absatz 39(4) betrifft nur kanadische Wertpapiere, die in Absatz 39(6) abschließend definiert sind: Aktien einer in Kanada ansässigen Gesellschaft, Anteile an einem Investmentfonds-Trust, von einem in Kanada Ansässigen ausgegebene Schuldtitel. Ein Krypto-Asset fällt in keine dieser Kategorien: Das Wahlrecht ist für Krypto-Assets nicht verfügbar.

Kann ich im Dezember mit Verlust verkaufen und sofort zurückkaufen?

Nicht auf dem Kapitalkonto. Die Regel des scheinbaren Verlusts verweigert den Verlust, wenn du oder eine nahestehende Person innerhalb von 30 Tagen vor oder nach dem Verkauf ein identisches Gut zurückkauft — ein Fenster von 61 Tagen. Der Verlust geht nicht verloren: Er wird den Anschaffungskosten des zurückgekauften Guts hinzugerechnet. Die Regel betrifft nicht den Trader, der mit Unternehmenseinkommen besteuert wird.

Was muss ich angeben, wenn ich in Québec lebe?

Zwei Erklärungen: die T1 des Bundes und die TP-1 von Québec. Québec fügt ein vorgeschriebenes, speziell für Krypto-Assets bestimmtes Formular hinzu, das TP-21.4.39, verknüpft mit Zeile 24 der TP-1 — und es wird schon durch den bloßen Besitz ausgelöst, auch ohne jede Transaktion im Jahr. Wir konnten dieses Formular nicht in der Primärquelle öffnen: Sieh es dir direkt auf revenuquebec.ca an.

Ich bin gerade nach Kanada gezogen: Werden meine früheren Gewinne besteuert?

Nein. Buchstabe 128.1(1)c) unterstellt, dass du deine Güter am Tag, an dem du ansässig wirst, zum Marktwert erworben hast: Deine Anschaffungskosten beginnen bei diesem Wert, und der vor deiner Ankunft aufgelaufene Wertzuwachs entgeht der kanadischen Steuer. Sichere den Nachweis dieses Werts noch im selben Monat — Auszüge, Exporte, datierte Screenshots —, denn du bist es, der ihn erbringen muss.

Hinweis

Dieser Inhalt dient der Information und ist auf dem Stand vom 3. September 2026. Er stellt keine individuelle Steuerberatung dar: Wir sind keine Steuerberater, und die Situation jedes Einzelnen unterscheidet sich je nach steuerlichem Wohnsitz, Provinz, tatsächlicher Art seiner Tätigkeit und Portfolio-Historie. Die zitierten Texte können geändert werden, und die Formulare des Steuerjahres 2026 werden erst im Januar 2027 veröffentlicht. Konsultiere vor jeder Entscheidung, die erhebliche Beträge betrifft, einen zugelassenen Berufsbuchhalter (comptable professionnel agréé, CPA) oder einen Steueranwalt — und ziehe bei Punkten, zu denen die Verwaltung nichts veröffentlicht hat, eine Vorabentscheidung der ARC in Betracht.

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