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Strategien

SMC: Theoretische Einführung in die Smart Money Concepts

6 Min.📅 7. August 2026

SMC: eine revolutionäre Methode?!

Die SMC, also Konzepte rund um die Smart Money von ICT, liegen im Trend: Man spricht überall in den sozialen Netzwerken darüber. Ob du eher klassische Price Action bevorzugst oder SMC & ICT, eine gute technische Analyse gelingt immer auf TradingView!

Deshalb fragst du dich vielleicht auch, was die SMC eigentlich sind und ob sie diesen ganzen Trubel wirklich verdienen. Diese Frage habe ich bereits in einem früheren ausführlichen Artikel über die Smart Money Concepts beantwortet. Wenn du außerdem eine SMC-Strategie suchst, die du schnell umsetzen kannst, empfehle ich dir einen Blick auf meine Trading-Ausbildung zu Order Blocks.

Smart Money Concepts: Definition

Am einfachsten lässt sich das Trading auf Basis der Smart Money Concepts so beschreiben: Es handelt sich schlicht und einfach um das Studium der Price Action unter einem anderen Namen – nicht mehr und nicht weniger. Und eigentlich könnte ich diesen Artikel schon hier beenden.

Laut ihren Befürwortern bezeichnet das Smart-Money-Trading, das die Konzepte der Smart Money nutzt, den Einsatz institutioneller Handelsstrategien, die sich an den Perspektiven der Smart Money orientieren. Für sie ist institutionelles Smart-Money-Trading jeder Trading-Strategie von Privatanlegern in vielerlei Hinsicht überlegen. Ihre Anhänger sind fest davon überzeugt, dass institutionelles Trading stärker und präziser ist als alles, was der Privatanlegermarkt bieten kann. Die Smart Money soll angeblich mehr Zugang zu Wissen und Ressourcen haben als Retail Trader (private Kleinanleger) oder die „Dumb Money“.

In Wirklichkeit nutzen die SMC die klassischen Konzepte des traditionellen Tradings, wie Angebot und Nachfrage, Preismuster und Support und Widerstand, doch all das hat neue Namen bekommen und wurde anders beschrieben.

SMC-Trader sprechen daher von Konzepten wie „Liquidity Grabs“ (Liquiditätsfallen) und „Mitigation Blocks“. Auch wenn diese Terminologie zunächst kryptisch klingen mag, wirst du beim Studium der SMC feststellen, dass es sich um einen viel traditionelleren Trading-Ansatz handelt, als es auf den ersten Blick scheint.

SMC: Definition und Systemtheorie

Das SMC-System ist nicht nur eine Trading-Strategie, sondern auch eine ganze Philosophie darüber, wie die Märkte funktionieren.

Im Kern behauptet das SMC-Handelssystem, dass die Market Maker (also Banken, Hedgefonds usw.) manipulative Akteure sind und den Retail Tradern (privaten Kleinanlegern) darüber hinaus aktiv das Leben schwer machen.

Laut diesem SMC-System solltest du als Privatanleger deine Strategie auf das „intelligente Geld“ (Smart Money: Geld, das den Market Makern gehört) ausrichten.

Es geht also darum, wie die Market Maker zu traden. Da sie angeblich das Geschehen an den Märkten je nach Angebot, Nachfrage und Marktstruktur bestimmen, sollst du dich laut dem SMC-System in die Lage der Market Maker versetzen und deren Reaktionen antizipieren, wenn du einen Trade eingehst.

Ursprung des SMC-Handelssystems

Die Smart Money Concepts stammen aus der Trading-Schule The Inner Circle Trader: ICT, die vom professionellen Trader Michael J. Huddleston gegründet wurde.

Grundlegende Konzepte und Terminologie: das Vokabular

SMC-Vokabular the inner circle trader

Das SMC-System wirkt sehr technisch, wenn du dich zum ersten Mal damit beschäftigst. Das grundlegende Vokabular erscheint etwas abstrus (schwer verständlich). Ich biete dir daher die Definition der gängigsten Begriffe, die von Tradern „im SMC-Stil“ verwendet werden:

Order Blocks (OB): Diese Terminologie wird verwendet, um über Angebot und Nachfrage zu sprechen. Manche SMC-Trader behaupten, das Konzept der Order Blocks (OB) sei „raffinierter“ als die gewöhnlicheren Begriffe Angebot und Nachfrage (eine oft umstrittene Behauptung).

Breaker Blocks und Mitigation Blocks: Diese Begriffe beziehen sich auf Support und Widerstand.

Fair Value Gaps: Dieser Ausdruck bedeutet, dass wir es mit einer Art Lücke zu tun haben, die ein Ungleichgewicht (Imbalance) in der Price Action erzeugt, das wir bei unserem Entscheidungsprozess für einen Trade nutzen können. Es gibt verschiedene Arten davon, die alle schon seit Ewigkeiten bekannt sind: Common Gaps, Exhaustion Gaps, Breakaway Gaps und Runaway Gaps.

Support – Preisniveau, auf dem die Käufer als stärker gelten als die Verkäufer: Er wird meist durch mindestens 2 rote Kerzen auf Höhe der Lows dargestellt (Tiefpunkte, die eine Art Boden bilden); dies bildet eine Support-Zone, auf die der Preis reagieren kann.

Widerstand – Preisniveau, auf dem die Verkäufer als stärker gelten als die Käufer. Er wird meist durch mindestens 2 grüne Kerzen auf Höhe der Highs dargestellt (Hochpunkte, die eine Art Decke bilden); dies bildet eine Widerstandszone, auf die der Preis reagieren kann.

Impulse – Impuls – Starke und schnelle Bewegung in Trendrichtung.

Pullback – Rückzug – Schwache und langsame Bewegung entgegen der Trendrichtung.

Fair Market Value = 50 % (Equilibrium)

Es gibt noch viele weitere Konzepte im SMC-System. Wenn dich das interessiert, lade ich dich ein, selbst weiter zu recherchieren und dich zu vertiefen, unter anderem indem du diesen älteren Artikel liest. Meiner Meinung nach reicht jedoch die Beherrschung der Price-Action-Analyse (ergänzt durch einige zusätzliche Werkzeuge wie die Indikatoren RSI oder Chop Index, das Open Interest oder auch Fibonacci), die ich dir vorschlage, völlig aus, um ein profitabler Trader zu werden, vorausgesetzt du bist motiviert und diszipliniert.

In meiner täglichen Marktanalyse verwende ich außerdem häufig die Begriffe „Liquidität“ oder Order Flow“, Konzepte, die angeblich aus dem SMC-System stammen. Zusammen mit der PA gehören sie zu den Säulen meiner Methode. Im SMC-System ist also nicht alles abzulehnen.

Smart Money Concepts: Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das SMC-Handelssystem ist alles andere als revolutionär, und Michael J. Huddleston hat das Rad nicht neu erfunden. Er hat alten Konzepten eine neue Verpackung gegeben. Diese Art des Tradings nach dem SMC-System kann zweifellos wirksam sein und für manche passen, aber meiner Meinung nach ersetzt nichts das tägliche Studium unserer guten alten Price Action (mit den Support- und Widerstandsniveaus, dem Order Flow, den Ein- und Ausstiegen …), die die Grundlage von meinem Trading-System bildet!

Ein letzter, nicht minder wichtiger Punkt: Hüte dich vor Wunderheilern und Online-Kursen zu den Smart Money Concepts, die im Netz wie Pilze aus dem Boden schießen: Sie werden meist für ein Vermögen verkauft, obwohl der qualitative Mehrwert bei Weitem nicht mithalten kann.

Um tiefer einzusteigen, empfehle ich dir erneut meinen ersten Artikel über die SMC sowie mein Tutorial zum Order Flow!

Letzte Sache 2

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